Der Addo Elephant Park – Afrika am Ende der Garden Route

Am Ende der Garden Route war es endlich da – Afrika! So wie ich es mir vorgestellt habe, Elefanten, Antilopen, Büffel, Warzenschweine und Zebras. Da war es endlich.

Schon am Eingang des Addo Elephant Parks merkt man, daß es jetzt anders wird. Plötzlich haben Mistkäfer Vorfahrt.

Addo Elephant Park Eingang

Ein Park nicht nur für Elefanten

Hinter der Einfahrt waren sie dann da: die Elefanten, die dem Park ihren Namen gegeben haben. Die Kapelefanten im Addo Park sind etwas kleiner als die normalen afrikanischen Elefanten und haben deutlich kleiner Stoßzähne, die Weibchen haben sogar keine. Der Park wurde 1931 gegründet, um die letzten verbliebenen 11 Tiere dieser Art zu erhalten. Mittlerweile ist die Elefantenpopulation auf über 300 Tiere angewachsen. Um den Genpool der Elefanten zu erweitern und Probleme durch Inzucht zu verhindern, sind auch ein paar Elefantenbullen aus dem Krügerpark hinzugekommen. Diese kann man sehr gut an der Körpergröße und den großen Stoßzähnen erkennen. In den Anfängen des Parks wurden die Elefanten u.a. mit Zitrusfrüchten gefüttert und bis in die 50er Jahre damit an die Zäune des Parks gelockt, da Besucher nur von den Zäunen aus die Tiere bestaunen durften. Aus diesem Grund ist es bis heute verboten, Zitrusfrüchte mit in den Park zu bringen, da die Tiere immer noch dadurch angelockt werden.

Addo Elephant Park Elefant

Einer der großen Elefanten aus dem Krügerpark

Je weiter man in den Park reinfährt, umso mehr Tiere sieht man: Strauße und Warzenschweine an einem kleinen Wasserloch, Zebras überqueren die Straße und etwas weiter weg sieht man sogar die größte Antilopenart, die Elandantilope.

Addo Elephant Park Zebra Strauß

Verschiedene Tiere am Wasserloch

Addo Elephant Park Elandantilope

Elandantilope

Bald kommt man zu einem Wasserloch, an dem der Parkplatz etwas höher gelegen und eingezäunt ist, daher durfte man dort aussteigen. Wir hatten damals sogar etwas zu essen (keine Zitrusfrüchte!) dabei und konnten während des Picknicks Elefanten und Kudu-Antilopen beim Trinken beobachten.

Addo Elephant Park Elefanten

Weiter geht es die Straßen entlang. Dann ist da plötzlich eine Elefantenfamilie mit mehreren Kälbern an einem kleinen Wasserloch und die kleinen Elefanten machen das gleiche, was auch kleine Kinder machen würden. Aber seht selbst:

Man kann wunderbar auf eigene Faust durch den Park fahren und den Tag verbringen. An einem weiteren Wasserloch gibt es wieder die Möglichkeit auszusteigen. Diesmal ist der Bereich, in dem man sich bewegen darf, mit einem hohen Holzzaun umgeben. An einem Wasserloch hat man die Möglichkeit, durch Löcher in dem Zaun die Tiere zu beobachten.

Addo Elephant Park Elefant

Addo Elephant Park Elefant

Wer beobachtet hier wen?

Informationen zum Addo Elephant Park

  • Der Park liegt ca. 60 km nördlich von Port Elizabeth. Der Haupteingang zum Park liegt direkt an der R335
  • Da dieses Gebiet Malariafrei ist, sind keine Impfungen notwendig
  • Zur Zeit sind alle fünf Arten der Big 5 (Büffel, Löwe, Elefant, Nashorn und Leopard) im Park vorhanden
  • Unterkünfte verschiedenster Art (B&B, Lodge oder Guesthouse) sind nahe des Parks vorhanden. Direkt am Parkeingang gibt es auch ein Rest Camp mit Campingplätzen, Cottages und Chalets. Hier gibt es auch ein Restaurant.
  • Den Park kann man tagsüber gut auf eigene Faust besuchen, die Unterkünfte bieten aber auch geführte Touren in den Morgen- oder Abendstunden an.
  • Website

Der Addo Elephant Park ist vor allem für Südafrikaurlauber empfehlenswert, die nur die Kapregion mit der Garden Route besuchen und keine Gelegenheit haben, die anderen großen Nationalparks Südafrikas zu besuchen.

Letzter Besuch: November 2006

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11 Kommentare zu “Der Addo Elephant Park – Afrika am Ende der Garden Route

  1. Dein Bericht und die tollen Fotos steigern meine Vorfreude ungemein. In einigen Wochen starten wir nach Südafrika und der Addo ist schon fest eingeplant. Freu 🙂
    Liebe Grüße, Ines

    • Hey Ines,
      das freut mich sehr! Prima das der Addo schon eingeplant ist. Mit hat er wirklich sehr gut gefallen.
      Wünsche schonmal viel Spaß in Südafrika.
      Lieben Gruß
      Ina

  2. Ohh wie schön! Ich liebe liebe Elephanten. Hab bis jetzt nur in Thailand welche gesehen, und das sieht ja durch die Landschaft (und kleinere Tiere) nochmal ganz anders aus 😀

  3. Wirklich tolle Fotos! Muss fantastisch gewesen sein, den Tieren in freier Wildbahn so nah zu kommen, Wahnsinn!
    Afrika steht ja auch noch weit oben auf meiner Wunschliste! Für mich verspricht dieser Kontinent noch immer Abenteuer, Freie Wildnis und ein Stück Unberührtheit. Ach ja Afrika, irgendwann lernen wir uns auch noch kennen!:)
    Aber bis dahin behelfe ich mir mit Reiseberichten und deiner ist wirklich klasse!

    Lieben Gruß Manuel

    • Vielen Dank! Oh ja, das war wirklich einmalig. Es ist schon was anderes, die Tiere so und nicht im Zoo zu sehen. Afrika war ein Erlebnis.

  4. auch wir haben den Addo eingeplant. Ende September ist es endlich soweit. Nach drei Safaris im Okavangodelta haben wir große Sehnsucht nach Afrika und der Sichtung von „wilden“ Tieren in ihrer natürlichen Umgebung. Wir freuen uns schon sehr!
    Liebe Grüße, Heide

    • Okavangodelta steht bei mir ganz oben auf der Liste. Das muß auch wirklich toll sein.
      Wünsche dir schonmal viel Spaß in Südafrika.
      Lieben Gruß
      Ina

  5. Pingback: Der Hluhluwe iMfolozi Park - Ein Reisebericht

  6. Hallo Ina,
    ein toller Bericht und ganz tolle Fotos. Da kommen viele Eerinnerungen hoch. Wir waren 2005 im Addo Park und er hat uns super gefallen.
    An einer Wasserstelle haben wir (gefühlt) Stunden verbracht und einer Elefantenfamilie beim Baden zugesehen. Gibt es etwas Schöneres, als Babyelefanten beim Planschen zuzusehen?
    Liebe Grüße
    Frauke

    • Hallo Frauke,

      vielen Dank!
      Ja, Babyelefanten beim Plantschen zuzusehen ist wirklich einmalig. Auch wir haben damals gefühlte Stunden an dem Wasserloch zugebracht.
      Ich muß wirklich wieder mal nach Afrika. *seufz*

      Lieben Gruß
      Ina

  7. Verbunden sind mit meinem schönsten Reisemoment die großen, eindrucksvollen, grauen Giganten – genau: die Elefanten. Es gibt sie in etlichen der südafrikanischen Nationalparks und Game Reservate, z. B. im weltberühmten Krüger National Park mit ca. 8500 Elefanten; im Addo Elephant National Park nordöstlich von Port Elizabeth mit gut 400 Tieren oder im Marakele National Park mit etwa 126 Tieren.

    Und einiges über die sanften Riesen wussten wir schon, weiteres hatten wir uns angelesen.
    – Ein Afrikanischer Elefantenbulle wird durchschnittlich 3,20 m groß und 5 Tonnen schwer.
    – Afrikanische Elefanten verbringen täglich 16 bis 20 Stunden mit Fressen und nehmen dabei ca. 200 bis 300 kg Gräser, Wurzeln, Blätter, Zweige, Baumrinde, Holz und Früchten zu sich.
    – Elefanten können nicht schwitzen. Nur über die gut durchbluteten Ohren, die von bis zu 14 Litern Blut pro Minute durchflossen werden, kann Wärme abgegeben werden.
    – Afrikanische Elefanten ruhen meistens während der Mittagshitze oder um Mitternacht und schlafen dabei nicht selten im Stehen gegen einen Baum gelehnt.
    – Elefantenherden werden von einer Leitkuh angeführt, die ihre Position bis zum Tode behält.
    Und doch hatte uns all das nicht auf unsere erste intensive Begegnung mit den sanften Riesen vorbereitet. Am Hapoor Wasserloch im Addo Elephant National Park trafen wir auf ganz viele von ihnen. Nicht nur eine Herde, nein, am späteren Vormittag trafen sich gleich mehrere Herden dort. Mit niedlichen Babys, rauflustigen Halbstarken und ehrwürdigen Tanten. Mit Spielchen wie im Sandkasten, liebevollen Begrüßungen, mit pädagogischem Talent und prächtigen Schaukämpfen.
    #schreibmalwieder!

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