4 x Heimatliebe in Düsseldorf

Düsseldorf: Landeshauptstadt von NRW, Karnevalshochburg, Königsallee und längste Theke der Welt. Das sind wahrscheinlich einige der Dinge, die einem sofort zu Düsseldorf einfallen. Aber Düsseldorf hat noch viel mehr zu bieten. Im Rahmen der Blogparade „Heimatliebe“ von Teilzeitreisender möchte ich euch meine persönlichen Highlights in Düsseldorf abseits der „längsten Theke der Welt“ vorstellen.

1. Kunst und Kultur

Düsseldorf hat eine unglaublich vielschichtige Kunstszene und viele tolle Museen. Das liegt nicht zuletzt an der Kunstakademie, die u.a. durch Josef Beuys und Jörg Immendorf zu Ruhm gelangte. In der Kunstakademie kann man einmal im Jahr am Ende des Wintersemesters die Ausstellung der Studierenden besuchen.

Zwei Museen der Modernen Kunst sind das K20 (Kunstsammlung NRW) und K21 (Ständehaus), in welchen die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts ausgestellt werden. Beide Museen haben eine umfangreiche Sammlung, aber auch themenbezogene Ausstellungen werden dort regelmäßig veranstaltet. Es gibt auch ein Kombiticket für beide Häuser, und da sie nicht in unmittelbarer Nähe liegen, verkehrt auch ein kostenloser Shuttlebus.

Düsseldorf Ständehaus K21

K21 – Das Ständehaus (Foto von Dirk Ehlen cc-Lizenz)

Es gibt aber in Düsseldorf nicht nur die großen Museen, sondern auch viele kleine Galerien, die immer einen Besuch wert sind.

In Düsseldorf gibt es neben dem berühmten Kom(m)ödchen einige Kleinkunstbühnen, auf denen immer wieder hervorragende Künstler auftreten.

Ans Herz legen möchte ich euch das KaBARett FLiN und das Theateratelier Takelgarn.

KaBARett FLiN, das seit März 2015 am Staufenplatz in Grafenberg liegt. Hier tritt regelmäßig das eigene Ensemble mit eigenem Programm auf, aber auch Kabarettisten stehen immer wieder auf der Bühne. Ein kleines Haus mit großem Programm. Seit dem Umzug ist hier auch ein kleines Restaurant angeschlossen.

Das Theateratelier Takelgarn zu finden ist nicht so einfach. Es liegt in einer Seitenstraße in einem normalen Wohnhaus. Erst wenn man näher kommt, sieht man, daß in diesem noch etwas anderes ist, als Wohnungen. Auch auf dieser kleinen Bühne ist immer wieder hervorragendes Kabarett, aber auch Comedy, Zauberei und Musikkabarett zu erleben.

2. Gastronomie

Das die Gastroszene hier in Düsseldorf so abwechslungsreich ist, ist für mich natürlich super. Sozusagen direkt vor der Haustür gibt es so viele tolle Cafes und Restaurants, die man leider nicht alle besuchen kann. Aber ich gebe mein Bestes. Einige meiner liebsten sind:

Naniwa Noodles & Soups:

Das japanische Nudelsuppenrestaurant an der Ecke Oststraße/Klosterstraße gibt es schon eine gefühlte Ewigkeit. Und trotz der großen Konkurenz von den vielen anderen japanischen Nudelsuppenrestaurants ist vor dem Naniwa fast immer eine lange Schlange. Das Restaurant ist in zwei Teile geteilt, wobei im vorderen Teil die offene Küche ist. Hier werden die vielen Nudelsuppen zubereitet, die Gyozas (Teigtaschen) und Nudeln gebraten. Das Restaurant ist nicht auf Gemütlichkeit ausgelegt, reinkommen, essen und wieder gehen ist angesagt. Aber die leckeren Suppen sind es wert, die ihr auf jedenfall probieren solltet, ebenso wie die gebratenen Gyozas.

Düsseldorf Naniwa Japanisch Restaurant

Die lange Schlange vor dem Naniwa

 vEATnam

Vietnamesische Restaurants schießen momentan in Düsseldorf wie Pilze aus dem Boden. Das vEATnam in Bilk sticht aber durch sein außergewöhnliches Konzept aus der Masse heraus. Denn hier wird versucht, die vietnamesische Straßenküche nach Deutschland zu bringen. Und das ist ihnen gelungen. Durch die Plastikstühle, die zusammengewürfelte Einrichtung und die abgeranzt wirkenden Wände fühlt man sich sofort wie in Vietnam. Die Speisekarte ist klein, aber das Essen ist frisch und lecker.

Lucy Abyssinia

Ein Restaurant der besonderen Art ist das Lucy Abyssinia in Flingern. In dem kleinen afrikanischen Restaurant mit stimmungsvollem Ambiente fühlt man sich direkt wohl. Das Restaurant ist mit vielen afrikanischen Dekorationsstücken eingerichtet, die alle aus Äthiopien stammen. Im Sommer kann man in dem Gärtchen sitzen. Zu Empfehlen ist hier die Probierplatte „Beyaynetu“, die einem einen guten Überblick über die äthiopische Küche gibt. Natürlich gibt es dazu kein Besteck sondern das grobporige Fladenbrot Ingera aus Zwerghirse, welches als Besteck benutzt wird. Ein absolutes Highlight ist die äthiopische Kaffeezeremonie, die klassisch mit Weihrauch serviert wird.

Nordmanns Eisfabrik

Natürlich darf auch eine Eisdiele nicht fehlen. Mein absolutes Highlight ist Nordmanns Eisfabrik. Das Cafe an Ecke Ackerstraße/Herrmannstraße stellt das Eis hauptsächlich aus Rohstoffen in Bioqualität und frei von Zusatzstoffen her. Hier bekommt man auch Sorten wie Lemon-Basilikum, Zitrone-Ingwer oder Joghurt-Sanddorn – wenn mann Glück hat, den es sind immer nur ein Bruchteil der Sorten verfügbar. Das Eis schmeckt unglaublich aromatisch und sehr natürlich. Und wenn man bei schönem Wetter einen Platz bekommt, kann man auf der Terrasse auch einen der leckeren Eisbecher genießen.

3. Einkaufsstraßen

Allgemein bekannt sind die Düsseldorfer Einkaufsstraßen Shadowstrasse und Königsallee. Aber abseits dieser  beiden Straßen möchte ich euch die Ackerstraße in Flingern und die Lorettostraße in Bilk ans Herz legen. Hier findet man sie noch, die eigentümergeführten Geschäfte, kleine Cafes und besondere Restaurants. Beide Straßen haben Flair und Herz, hier ist noch das Stadtteilleben spürbar.

4. Das Rheinufer

Städte am Wasser, ob Meer oder Fluß, sind für mich immer etwas besonderes. Gott sei Dank gibt es in Düsseldorf den Rhein. Ein Spaziergang am Rhein ist für mich wie ein kleiner Urlaub. Hier kann man auf Höhe der Altstadt durch das Gewusel der Menschenmenge spazieren und an den Kasematten eine Kleinigkeit essen oder trinken, auf der Treppe am Burgplatz sitzen und einem Straßenkünstler zuschauen oder am Landtag und Fernsehturm vorbei zum Medienhagen schlendern. Oder man wechselt die Rheinseite und kann auf den Rheinwiesen spazieren und hat einen tollen Blick auf die Altstadt und den Hafen.

Düsseldorf Kasematten Rheinufer Rheinuferpromenade

Die Kasematten an der Rheinuferpromenade

Bleibt man allerdings auf der Altstadtseite und geht weiter den Rhein entlang (egal in welche Richtung) verläßt man sehr schnell den Trubel und kann gemütlich am Rhein schlendern. Und je weiter man von der Innenstadt entfernt ist, um so weniger merkt man, daß man in einer Großstadt ist. Man bekommt immer mehr den Eindruck, an kleineren Dörfern vorbeizugehen.

Und für die sportlichen: man kann am Rhein auch wunderbar joggen oder radfahren.

Das waren sie meine Highlights aus Düsseldorf. Und beim Meerblog gibts noch weitere tolle Tipps aus Düsseldorf

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Naniwa Noodles & Soups: 51.224947, 6.788112
vEATnam: 51.210903, 6.777261
Lucy Abyssinia: 51.228413, 6.801263
Nordmanns Eisfabrik: 51.230190, 6.807820
K20 Kunstsammlung NRW: 51.228100, 6.775500
K21 Ständehaus: 51.216637, 6.774435
Kunstakademie Düsseldorf: 51.230460, 6.774730
Ackerstrasse: 51.228712, 6.803682
Lorettostrasse: 51.213890, 6.765974
Theateratelier Takelgarn: 51.211775, 6.785679
KaBARett Flin: 51.240373, 6.833355

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8 Kommentare zu “4 x Heimatliebe in Düsseldorf

  1. Wow, endlich finde ich auch mal ein paar andere Ansichten über „die längste Theke der Welt“. Danke für diesen tollen Blogpost.

    Liebe Grüße
    Sebastian

    • ui, das freut mich!
      Düsseldorf kann mehr als nur Altstadt. Ich habe noch weitere Artikel über diese tolle Stadt geplant.

      Lieben Gruß
      Ina

  2. Eigentlich schade, dass ich noch nie in Düsseldorf war. Ich hatte mal eine Zusage für eine Ausbildung in Düsseldorf und hätte es auch gemacht, wäre nicht noch die Zusage für eine Ausbildung in Leipzig gekommen. 😉 In Köln und Dortmund war ich schon, fand ich jetzt nicht so schön. Aber nach Düsseldorf will ich trotzdem mal. Da hatte mal mein Lieblingslabel pinkeszimmer einen Store, die haben den aber mittlerweile geschlossen.

    Grüße Myriam

    • Dann solltest du das unbedingt mal nachholen. Ich finde Düsseldorf ist eine ziemlich moderne Stadt, aber nicht so groß wie Köln oder Dortmund. Auch das merkt man gut. Wenn du es doch mal nach Düsseldorf geschafft hast würde es mich interessieren, wie es dir gefallen hat.
      Lieben Gruß
      Ina

  3. Danke für den Artikel. Das Naniwa und die Lorettostraße kenne ich. Ansonsten sind sicherlich auch für mich noch ein paar Tipps dabei! Wohne jetzt seit 25 Jahren in der Stadt. Ich finde, Düsseldorf ist eine sehr schöne Stadt. Würde es sogar weltweit unter den absolut schönsten Städten, die ich kenne, zählen, und ich habe schon so einige gesehen. Dortmund wurde ja zu 90% im Krieg zerstört, und von den alten Gebäuden steht fast gar nichts mehr. Düsseldorf finde ich auch wesentlich schöner als Köln.

    • Es freut mich, daß für dich ein paar Tipps dabei sind. Ich mag Düsseldorf auch sehr gerne und finde es eine sehr lebenswerte Stadt. Mir gefällt es, daß die Stadt nicht so groß ist, aber trotzdem alle Annehmlichkeiten einer Großstadt hat.
      LG
      Ina

  4. Hi! Schöner Beitrag, ein paar Tipps werde ich auf jeden Fall ausprobieren (z.B. das Naniwa, hier fahre ich immer nur vorbei) Erwähnung könnte hier vielleicht auch der Markt am Clemensplatz finden, gerade im Sommer ein kulinarischer Hot Spot und einer meiner persönlichen Lieblingsplätze.

    • Danke!! Das Naniwa solltest du echt mal ausprobieren, ich bin da mindestens 1x in der Woche (wohne ja auch um die Ecke).
      Den Markt kannte ich noch nicht, wer ich mir mal ansehen. Danke für den Tipp.

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